Kurd Laßwitz

Kurd Laßwitz, 20. April 1848 bis 17. Oktober 1910, war ein deutscher Schriftsteller und gilt als Begründer der deutschsprachigen Science Fiction.

Der Gymnasialprofessor Dr. Kurd Lasswitz wurde in Breslau geboren. Nach dem Besuch des dortigen Gymnasiums, studierte er in Breslau und Berlin Mathematik und Physik. Nach seiner Promotion arbeitete Kurd Lasswitz zunächst als Gymnasiallehrer in Ratibor. 1876 siedelte er nach Gotha über, wo er eine Anstellung als Lehrer für Mathematik, Physik und philosophische Probädeutik am Gymnasium Ernestinum erhielt. 1884 wurde er zum Gymnasialprofessor ernannt. Im gleichen Jahr gründete er die „Mittwochs-Gesellschaft zu Gotha“, in deren Veranstaltungen Kreise der fortschrittlichen bürgerlichen Intelligenz Gothas zusammenkamen, um Fragen der Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur zu behandeln. Neben seinem schulischen Unterricht am Gymnasium betätigte er sich auch schriftstellerisch. In der breiten Öffentlichkeit ist er besonders durch seinen utopischen Marsroman „Auf zwei Planeten“ (1897) bekannt geworden. Seine technische Phantasie, meist naturwissenschaftlich wohl fundiert, eilten seiner Zeit erstaunlich weit voraus. Im November 1907 erlitt er einen Schlaganfall und wurde deshalb zu Beginn des Jahres 1908 in den Ruhestand versetzt. Im Juli 1909 erfolgte seine Ernennung zum herzoglichen Hofrat. Am 17. Oktober 1910 starb der vielseitige Wissenschaftler, Pädagoge, der phantasievolle Schriftsteller und bürgerliche Humanist Kurd Lasswitz. Im Westteil des Gothaer Schlossparks, parallel zur Lindenauallee, verläuft ein Weg, der seinen Namen trägt.

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