Karl Samwer

Karl August Friedrich Samwer, 17. April 1861 bis 6. Februar 1946, war ein deutscher Jurist und Direktor der Gothaer Versicherungen.

Ehrenbürger der Stadt Gotha Der geheime Regierungsrat Dr. jur. Dr. rer. Pol. E.h. Karl Samwer, der 40 Jahre im Dienste der Gothaer Lebensversicherungsbank tätig war, hatte 1891 seine Tätigkeit bei dieser Bank begonnen und Ende 1930 als Generaldirektor beendet. Sein Vater war der aus Schleswig-Holstein stammende Geheimrat K. F. Lucian Samwer, der in die Dienste des Herzogs von Sachsen-Coburg und Gotha getreten und zuletzt Mitglied der Landesregierung war. Nach dem Besuch des Gymnasium Ernestinum studierte Karl Samwer in Leipzig und Berlin Rechtswissenschaft. Seine Referendarausbildung in Gotha, Kiel und Wandsbeck schloß er 1889 mit dem Assessorenexamen ab. 1891 begann Karl Samwer unter Prof. Dr. Arwed Emminghaus seine Tätigkeit bei der Gothaer Feuerversicherungsbank. Schon 1895 wurde er Mitglied des Vorstandes und ab Juli 1903 deren Generaldirektor. Es gelang ihm in seiner langen Amtszeit, die großen Schwierigkeiten erfolgreich zu meistern, die die Kriegsjahre und der Währungsverfall 1922/23 für die Versicherung bedeuteten. Viele Jahre wirkte Geheimrat Samwer auch im städtischen Dienst. Von 1890 bis 1894 war er Armenpfleger, von 1896 bis 1903 Mitglied der Armenkommission, von 1898 bis 1909 Mitglied des Schulvorstandes für die Volksschulen, von 1903 bis 1919 Stadtverordneter, davon 12 Jahre als Stadtverordnetenvorsteher. Für seine Verdienste erhielt Geheimrat Karl Samwer viele Ehrungen. 1927 wurde ihm von der Universität Jena die Würde eines Dr. rer. Pol. Ehrenhalber verliehen. Am 31. Dezember 1930, kurz vor seinem 70. Geburtstag, wurde er auf Beschluß des Stadtrates der Stadt Gotha zum Ehrenbürger ernannt. Noch heute wird er in dem von ihm geleiteten Versicherungsunternehmen hochgeehrt und gilt als der „zweite Arnoldi“.

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