Hans Conrad Dietrich Ekhof

Hans Conrad Dietrich Ekhof, 12. August 1720 bis 16. Juni 1778 war ein bekannter deutscher Schauspieler des 18. Jahrhunderts.

Conrad Ekhof war einer der berühmtesten Schauspieler seiner Zeit und gilt noch heute als „Vater der Deutschen Schauspielkunst“. Er war ein hervorragender realistischer Charakterdarsteller. Von seiner Statur soll er klein und unansehlich gewesen sein, aber seine wohltuende Stimme und seine Ausdruckskraft ließen dies jedoch vergessen und machten ihn für den Schauspielberuf geeignet.

In Hamburg als Sohn eines Schneiders geboren, schloß er sich mit knapp 20 Jahren der in Hamburg gastierenden Schönemannschen Schauspieltruppe an. Damit begann für ihn das durch Härte und Entbehrungen gekennzeichnete unstete Wanderleben eines Komödianten, das ihn an viele Orte Deutschlands führte.

Nach vielen Wanderjahren kam Ekhof mit der Schauspielertruppe Abel Seyler 1774 nach Gotha. Durch den großen Einfluß Ekhofs auf Herzog Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg kam ein Vertrag über den ständigen Aufenthalt der Truppe am Gothaer Hof zustande. Damit wurde das erste „stehende“ Theaterensemble in Deutschland geschaffen. Das 1683 im Westturm des Schlosses Friedenstein eingebaute Theater wurde zur ständigen Spielstätte.

Unter der künstlerischen Leitung Ekhofs entfaltete sich die Theaterkunst zu höchster Blüte. Leider war ihm kein langer Aufenthalt in Gotha gegönnt. Conrad Ekhof starb am 16. Juni 1778 in seinem kleinen Haus in der Schlossgasse 12 in Gotha im Alter von nur 57 Jahren an Schwindsucht. In Gotha erinnert an ihn der Ekhofplatz sowie das historische Theater im Schloss Friedenstein, das seinen Namen trägt und als ältestes Barocktheater Europas ein Kleinod von faszinierender Schönheit ist.

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