Fritz Koch

Fritz Koch, 5. Januar 1877 bis  16. Juni 1956, war ein deutscher Grafiker, Zeichner und Schriftsteller.

Der bekannte Zeichner und Illustrator Fritz Koch (Gotha) wurde in Eberstädt bei Gotha geboren. Er verbrachte fast seine gesamte Jugend- und Schulzeit in Gotha. Nach dem Besuch des Gothaer Gymnasiums begann er 1895 in Leipzig und später in Karlsruhe Malerei zu studieren. Anschließend ging er nach Berlin, um Zeitschriften-Illustrator zu werden. Von seinen journalistischen Reisen brachte er eine Menge von Eindrücken mit, die dann als Zeichnungen durch alle großen Blätter gingen. Die „Berliner Illustrierte“ veröffentlichte viele seiner humorvollen und satirischen Zeichnungen. Der Meister des Pinsels und des Humors begann im Jahre 1924 mit dem Zeichnen von Kinderbüchern. Nicht nur die Kinder sind heute noch entzückt von seinen drolligen Häschen in den vielgelesenen Kinderbüchern „Die Häschenschule“ oder „Alle meine Häschen“. Auch die berühmte Gothaer Notgeldscheinserie von 1921 hat er illustriert. Auf den Geldscheinen sind Figuren aus Gothas Geschichte, wie Arnoldi mit seinen Banken, Ritter Grumbach, Abt Gotthard und Ernst der Fromme sowie der liebe Augustin abgebildet und mit originellen Versen versehen. Fritz Koch-Gotha war auch ein scharfer Beobachter seiner Zeit. In überzeugender Bildgestaltung spiegeln seine Zeichnungen in verschiedenen Techniken den Alltag und manche historische Begebenheit wider. Auf humorvolle und gelassene Art nahm er menschliche Schwächen wie auch soziale und politische Missstände treffend aufs Korn. Seine Liebe gehörte dabei zweifelsfrei den einfachen Menschen. 1944 fiel seine Wohnung und das Atelier in Berlin den Bomben zum Opfer. Viele seiner Arbeiten wurden vernichtet. Er zog sich nach Altenhagen/Fischland, seinem Sommersitz, zurück und schuf dort Studien von Blumen und Gräsern. Daneben entstanden auch Landschaftsbilder, die zu den besten seines Schaffens zählen. Nach dem Krieg arbeitete Fritz Koch-Gotha für den Eulenspiegel-Verlag. Den Namenszug seiner Heimatstadt „Gotha“ hat er hauptsächlich aus praktischen Erwägungen während seiner Berliner Zeit seinem Namen angehängt, um eine Verwechslung mit anderen Künstlern gleichen Namens zu vermeiden. Auf einem Findling wurde sein Name zum Gedenken eingehauen, obwohl er selbst nicht in Gotha begraben liegt.

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